Apartment in Athen
Das Grundstück erscheint als sehr schmaler, aber tiefreichender Baulückenbereich, der von zwei Seiten zugänglich ist. Der Entwurf basiert auf der Idee, jeder Wohneinheit einen eigenen Außenraum zu bieten. Der Wunsch nach maximal natürlicher Belichtung und Belüftung der Wohnungen sowie der vorgenannte Fokus führten zum Konzept tiefer, zweigeschossiger Höfe auf der Nord- und Südseite. Jeder dieser Höfe ist von vier Wohneinheiten zugänglich und fungiert somit als gemeinschaftlicher Raum. Die Wohnungen sind klar in öffentliche Bereiche, die entlang der Höfe verlaufen, und private Bereiche, die parallel zu den angrenzenden Brandwänden angeordnet sind, unterteilt. Um maximale Flexibilität zu gewährleisten, ist der öffentliche Bereich, der voraussichtlich als Wohn- und Essbereich genutzt wird, völlig frei von Stützen. Die Höfe dienen als direkte Erweiterung der öffentlichen Räume der Wohnungen, da ihre Fassaden nahezu vollständig geöffnet werden können. Die Fassade wird durch H-förmige Stützen geprägt, die Teil der Tragstruktur sind, sowie durch hervorstehende vertikale Elemente der Fensterrahmen. Der Entwurfsprozess wurde durch ein Zitat des Architekturhistorikers Siegfried Giedion aus dem Jahr 1929 inspiriert: „Ein Haus ist schön, wenn es zu unserer Lebensweise passt. Es verlangt Licht, Luft, Bewegung, Öffnungen. Ein Haus ist schön, wenn statt Schatten Licht, große Fenster und auch die Decke vorhanden sind.“