von-stauffenberg-strasse

Von-Stauffenberg-Strasse

Die Kernidee des städtebaulichen Konzepts besteht darin, das gemeinschaftliche Leben durch die Schaffung eines gemeinsamen grünen Zentrums zu stärken. Die Baukörper verlaufen entlang der bereits versiegelten Flächen der Bestandsbauten quer über das Grundstück. Der Entwurf gliedert sich in zwei Bauvolumen und schafft dadurch einen offenen, gut zugänglichen Raum. Die Gebäude werden entlang der Grundstücksgrenze angeordnet und bilden so einen zentralen Freiraum mit hochwertigen Aufenthaltsflächen für soziale Interaktion. Durch eine minimale Neuversiegelung bleibt der Großteil des vorhandenen Baumbestands erhalten. Die Bebauung staffelt sich von einem eingeschossigen Kindergarten im Süden bis hin zu mehrgeschossigen Wohngebäuden für gefördertes und studentisches Wohnen im Norden. Eine terrassierte Anordnung von Norden nach Süden sorgt für optimale Belichtung und schafft einen sanften Übergang zwischen gewerblich und wohnlich genutzten Bereichen. Der nordöstliche Teil bildet entlang der Von-Stauffenberg-Straße einen geschlossenen Block, der den Hof vor Lärm schützt und das grüne Zentrum zu einem ruhigen Rückzugsort macht. Dieses Herzstück bringt die üppige Vegetation der Aaseestadt in den gemeinschaftlichen Bereich und trägt zu gesundem Wohnen bei. Zur Reduzierung von urbaner Hitze und zur Verbesserung des Mikroklimas werden alle Dachflächen intensiv oder extensiv begrünt – mit Ausnahme des Kindergartendaches, das als Teil der Spielfläche genutzt wird. Zusätzlich entstehen attraktive Dachterrassen, die mit semitransparenten Photovoltaikmodulen überdacht sind. Insgesamt werden 850 m² Solarmodule installiert, was einer Leistung von 1 kWp pro Wohneinheit entspricht. Die Gebäudeanordnung legt großen Wert auf Baumerhalt, lediglich wenige Bäume werden ersetzt. Die Tiefgarage ist so geplant, dass der Wurzelraum geschützt bleibt und die Landschaft grün erhalten wird. Die Außenanlagen umfassen 5.500 m², davon sind 4.500 m² für soziale und Freizeitnutzungen sowie für Renaturierung vorgesehen. Oberflächennahe Regenwasserbewirtschaftung und Stellplätze für E-Carsharing reduzieren zusätzlich den ökologischen Fußabdruck. Das Quartier bietet einen lebendigen Nutzungsmix für alle Generationen. Die beiden Baukörper trennen gefördertes und studentisches Wohnen von frei finanzierten und seniorengerechten Wohnungen, jeweils mit eigener Tiefgarage. Klimafreundliche Mobilität steht im Vordergrund: weniger Pkw-Stellplätze werden durch zusätzliche Fahrrad- und Carsharing-Angebote ausgeglichen. In der Tiefgarage stehen 180 Doppelstock-Fahrradstellplätze zur Verfügung, weitere 240 Plätze befinden sich in der Nähe der Eingänge. Das studentische Wohnen wird über offene Laubengänge zum grünen Zentrum hin erschlossen, wodurch soziale Kontakte gefördert werden. Die Seniorenwohnungen hingegen erhalten einen ruhigeren Zugang von Westen. Der Kindergarten liegt im verkehrsberuhigten südlichen Bereich mit einem gemeinsam genutzten, natürlich belichteten Innen-Spielbereich. Außenspielflächen sind sowohl vom ersten Obergeschoss als auch über eine Dachspielfläche erreichbar und bieten den Kindern eine sichere Umgebung. Der Entwurf erfüllt die Anforderungen an Barrierefreiheit, alle Treppenhäuser sind natürlich belichtet und belüftet. Die Abfallentsorgung erfolgt über gleichmäßig verteilte Unterflurcontainer. Die Anordnung der Gebäude erfolgte unabhängig von bestehenden Grundstücksgrenzen und macht daher eine Neugliederung der Flächen erforderlich. Die östliche Parzelle wird künftig den Kindergarten sowie das geförderte und studentische Wohnen aufnehmen, während die westliche Parzelle das Hochhaus und die Seniorenwohnungen beherbergt. Einzelne Bauteile, wie die Tiefgarage, überschreiten Grundstücksgrenzen, wofür Dienstbarkeiten zur gemeinsamen Nutzung notwendig sind.

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